Linux-rpm ist ein kos­ten­lo­ses Tool, das unter anderem auf Ubuntu zur Ver­wal­tung von rpm-Paketen ein­ge­setzt werden kann. Der Linux-Befehl bietet dir zahl­rei­che Optionen, um Pakete zu in­stal­lie­ren, zu ana­ly­sie­ren und zu ak­tua­li­sie­ren.

Was ist Linux-rpm?

Linux-rpm ist ein Be­fehls­zei­len-Tool, das primär dazu dient, rpm-Pakete zu verwalten. Diese kommen vor allem bei kom­mer­zi­el­ler Software zum Einsatz. Ur­sprüng­lich waren sie nicht direkt für Linux kon­zi­piert. Die Abkürzung rpm steht für „Red Hat Package Manager“ und wurde ab 1997 als Open-Source-Software vom US-Un­ter­neh­men Red Hat ent­wi­ckelt. Mitt­ler­wei­le ist Linux-rpm ein ei­gen­stän­di­ges Projekt unter GPL-Lizenz. Die zentralen Aufgaben sind die In­stal­la­ti­on und De­instal­la­ti­on von Software sowie die Ver­wal­tung von Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en unter Be­rück­sich­ti­gung von Ab­hän­gig­kei­ten.

Wie funk­tio­niert der Linux-rpm-Befehl?

Bevor du den rpm-Befehl unter Linux nutzen kannst, musst du die Pa­ket­ver­wal­tung in­stal­lie­ren. Achte darauf, sie nicht parallel zu dpkg zu verwenden, da beide Systeme eventuell nicht rei­bungs­los zu­sam­men­ar­bei­ten. Die In­stal­la­ti­on von rpm erledigst du mit diesem Command:

$ sudo apt-get install rpm
bash

Sobald die In­stal­la­ti­on ab­ge­schlos­sen ist, steht dir das Programm über den rpm-Befehl zur Verfügung.

Wie sieht die Syntax des rpm-Befehls aus?

Die grund­le­gen­de Syntax von Linux-rpm ist wie folgt aufgebaut:

$ rpm [Optionen] [Paketname]
bash

Zu­sätz­lich zum Befehl legst du über Optionen fest, welche Aufgabe das Tool genau ausführen soll. Du kannst auch mehrere Pakete gleich­zei­tig mit einem Command be­ar­bei­ten, indem du sie einfach durch Leer­zei­chen getrennt an­ein­an­der­reihst.

Welche Optionen bietet rpm?

Linux-rpm eignet sich her­vor­ra­gend für die Analyse, In­stal­la­ti­on, De­instal­la­ti­on und Suche von Paketen. Der Befehl verfügt über viele Optionen, die du dir mit folgendem Command anzeigen lassen kannst:

$ rpm --help
bash

Hier sind die wich­tigs­ten Optionen im Überblick:

  • -e oder –erase: Mit diesem Befehl entfernst du ein rpm-Paket.
  • -i oder –install: Nutze diese Option, wenn du ein rpm-Paket neu in­stal­lie­ren möchtest.
  • -K oder –checksig: Damit prüfst du die In­te­gri­tät eines Pakets und findest po­ten­zi­el­le Fehler vorab.
  • -q oder –query: Diese Option liefert dir alle ver­füg­ba­ren Infos zu in­stal­lier­ten Paketen und lässt sich weiter prä­zi­sie­ren.
  • -U oder –upgrade: Hiermit bringst du ein rpm-Paket auf den neuesten Stand.
  • -V oder –verify: Ve­ri­fi­ziert die Pa­ke­t­in­te­gri­tät und prüft dabei auch auf fehlende oder editierte Dateien.

Pra­xis­bei­spie­le für den Linux-rpm-Befehl

Damit du siehst, wie der rpm-Befehl in der Praxis funk­tio­niert, haben wir hier einige An­wen­dungs­bei­spie­le für dich zu­sam­men­ge­stellt.

$ rpm -qi Paket1.rpm
bash

Hiermit rufst du die Details und die Be­schrei­bung des Pakets ab.

$ rpm -qa
bash

Dieser Befehl listet dir sämtliche in­stal­lier­ten rpm-Pakete auf.

$ rpm -i Paket1.rpm Paket2.rpm
bash

So führst du die In­stal­la­ti­on der beiden Pakete durch.

$ rpm -e Paket1.rpm
bash

Damit löschst du Paket1.rpm. Wichtig: De­instal­lie­re rpm-Pakete immer mit demselben Programm, mit dem du sie unter Linux in­stal­liert hast.

Zum Hauptmenü