Verwaltungssoftware für vServer: Plesk als zentrales Steuerelement deines Hostings

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Plesk ist eine Verwaltungssoftware für vServer, welche vom Hersteller Plesk International GmbH (ehemals Parallels Inc.) entwickelt und angeboten wird. Nutzer:innen können mit diesem Tool ihre virtuellen Server verwalten, ohne eingehende Kenntnisse über das Betriebssystem haben zu müssen. Es vereinfacht so das Durchführen von komplexen Vorgängen, wie zum Beispiel das Einrichten einer Mail- oder Webserver für eine Domain. Außerdem lassen sich Sicherheitseinstellungen, Speicherplatz, Website und Datenbanken an einer zentralen Stelle verwalten.

Die Software zeichnet sich durch eine grafische Oberfläche aus, die dir die zentrale Steuerung aller organisatorischen Vorgänge deiner Server ermöglicht. Über das Interface, welches über alle gängigen Browser aufgerufen werden kann, lassen sich beliebig viele Webdienste bedienen und für die jeweiligen Gruppen an Nutzer:innen zur Verfügung stellen. Durch zwei unterschiedliche User-Ansichten kann Plesk flexibel an die Bedürfnisse der jeweiligen Anwender:innen angepasst werden. Die Nutzungsoberfläche kann dabei jederzeit flexibel gewechselt werden.

Power User View
Die Power User View ist mit ihrer vereinfachten sowie intuitiven Oberfläche optimal für die Verwaltung von Websites, Datenbanken und E-Mails geeignet.

Plesk Power User View

Service Provider View
Die Service Provider View bietet sich speziell für Reseller und Administratorinnen bzw. Administratoren an, da diese auf eine optimale Systemübersicht ausgelegt ist.

Plesk Service Provider View

Vereinfache auch du die Verwaltung deines vServers von world4you. Wir stellen dir in diesem Beitrag die unterschiedlichen Lizenztypen sowie die Vor- & Nachteile des Konfigurationstools vor. Zusätzlich verraten wir dir Plesk-Befehle, die du unbedingt kennen solltest.

Unterschiedliche Lizenztypen für individuelle Anforderungen

Nicht nur die grafische Oberfläche des Verwaltungstools Plesk lässt sich auf deine individuellen Anforderungen ausrichten – es gibt auch verschiedene Lizenztypen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Demnach ist Plesk ideal für alle Web-Profis, wie IT-Admins, Entwickler:innen, Content-Manager, Agenturen und Anbieter:innen von digitalen Infrastrukturen geeignet. 

Plesk Web Admin

Die Web Admin Edition von Plesk richtet sich vor allem an Endkundinnen und -kunden. Sie ist für die grundlegende Verwaltung von einfachen Websites und Domains gedacht. Dabei kommt diese Version ohne die erweiterten Tools sowie Funktionalitäten aus. In Summe können 10 Domains verwaltet werden, wobei es nicht möglich ist, Konten für die Kundschaft oder Reseller anzulegen.

Plesk Web Pro

Die Web Pro Edition von Plesk bietet die Möglichkeit, bis zu 30 Domains zu verwalten. Sie eignet sich vor allem für diejenigen, die volle Flexibilität benötigen, um hoch optimierte sowie angepasste Websites zu erstellen, zu sichern und zu betreiben. Die Version enthält alle Funktionen, um Projekte in großem Umfang zu verwalten sowie zu automatisieren. Zudem können Konten für eigene Kundinnen sowie Kunden angelegt werden.

Plesk Web Host

Die Plesk Web Host Lizenz richtet sich in erster Linie an Kundinnen und Kunden, welche gezielt Webspace an eigene Kundschaft vermieten möchten. Administratorinnen sowie Administratoren profitieren von der maximalen Flexibilität und erhalten unter anderem Zugriff auf Domain-Verwaltungstools sowie das vollständige WordPress Toolkit. In dieser Version gibt es keine Limitierung seitens der maximalen Anzahl an Domains und es können Reseller-Konten erstellt werden.

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Vor- & Nachteile der Verwaltungssoftware Plesk

Der Aufbau und die weitere Verwaltung eines Servers kann je nach Anforderungen mit einem enormen Aufwand verbunden sein. Das Konfigurationstool Plesk unterstützt dich dabei, diesen Aufwand zu reduzieren und lässt dich mit einer einfachen Oberfläche viele Vorgänge rasch in die Tat umsetzen. Damit du dir ein umfassendes Bild von den Vor- und Nachteilen der Verwaltungssoftware machen kannst, haben wir die wichtigsten Punkte für dich gegenübergestellt.

VorteileNachteile
Vereinfachter Aufbau & Verwaltung eines vServers
Der größte Vorteil eines Systems mit Plesk ist im Wesentlichen die Vereinfachung zahlreicher administrativer Handgriffe.
Komponenten müssen von Plesk unterstützt werden
Plesk-Systeme sind grundsätzlich immer auf jene Komponenten beschränkt, welche Plesk offiziell unterstützt. Ein einfacher Wechsel des Webservers ist somit nicht möglich. Auch kommt es vor, dass gewisse Komponenten von Drittanbietenden plötzlich im Zuge von Updates nicht mehr unterstützt sein könnten.
Intuitive Oberfläche mit zahlreichen Funktionen
Im Grunde genommen lässt sich ein Serversystem weitestgehend über die Plesk-Oberfläche administrieren.
Sicherheitsupdates müssen zeitnah eingespielt werden
Bei der Pflege der Plesk-Software muss auf Sicherheitsupdates geachtet werden. Diese sollen unbedingt zeitnah eingespielt werden, um Sicherheitslücken zu vermeiden.
Standard-Funktionalitäten einfach konfiguriert
Ein Plesk-System wird bereits mit einem funktionsfähigen Webserver und auch mit einem korrekt konfigurierten Mailserver, einem FTP-Server, einem MySQL-Server sowie einem DNS-Server ausgestattet.
Systemdienste sollten nicht manuell eingreifen
Grundsätzlich sind Plesk-Systeme zudem dahingehend konzipiert, dass du in die von Plesk verwalteten Systemdienste nicht manuell eingreifen solltest.
Praktische Features zur Installation
Neben der einfacheren Bedienung bietet Plesk zudem auch einige praktische Features wie die einfache Installation von Webapplikationen (z.B. WordPress, Joomla, usw.) an.
Individuelle Anpassungen können überschrieben werden
Detailanpassungen, Änderungen in den Zugriffsrechten oder manuelle Updates einzelner Komponenten können im schlimmsten Fall die Funktionsfähigkeit des Plesk-Panels beeinträchtigen. Oftmals passiert es dabei aber, dass Plesk die manuell vorgenommenen Anpassungen schlichtweg überschreibt.
Kein vertieftes technisches Know-how notwendig
Für technisch weniger versierte Personen ist ein Plesk-System eine interessante Alternative. Jede Person, die beispielsweise einmal einen DNS-Dienst oder einen Mailserver selbst installiert und konfiguriert hat, wird wissen, dass dies keine einfache Aufgabe ist.
Eingeschränkte Freiheit für Technik-Profis
Für Administratorinnen und Administratoren, die auf dem System viele Freiheiten benötigen und die Konfiguration der Services selbstständig in die Hand nehmen möchten, empfiehlt es sich wegen des eingeschränkten Individualisierungsgrades eher auf Plesk zu verzichten.

Diese Plesk-Befehle solltest du kennen

Die Benutzer:innen von Plesk profitieren vor allem von einem einfachen Zugriff auf alle benötigten Komponenten. Nahezu alle Anforderungen lassen sich über die intuitive Weboberfläche durchführen. So können gewünschte Anwendungen, wie zum Beispiel WordPressDrupal oder Joomla!, mit nur einem Klick installiert werden. Entwickler:innen finden außerdem Schnittstellen zu Diensten, wie Docker oder Git und können ihre Projekte jederzeit in einem lokalen oder öffentlichen Verzeichnis bereitstellen. Im Anschluss haben wir noch ein paar Plesk-Befehle für dich zusammengefasst, von denen du als Nutzer:in gehört haben solltest. 

Log Dateien

Plesk Update Autoinstaller
/usr/local/psa/admin/sbin/autoinstaller

Direktes Upgrade durchführen
/usr/local/psa/admin/sbin/autoinstaller –select-release-current –upgrade-installed-components

Plesk Version ausgeben
cat /usr/local/psa/version

Plesk starten & stoppen

Nur Plesk Panel
/etc/init.d/psa start1
/etc/init.d/psa stop1

Alle Plesk Dienste
/etc/init.d/psa startall
/etc/init.d/psa stopall

Plesk Admin Passwort auslesen

Bis Plesk 10.2
cat /etc/psa/.psa.shadow

Ab Plesk 10.2
/usr/local/psa/bin/admin –show-password

Ab Plesk 17.x
/usr/local/psa/bin/admin –get-login-link

Plesk Admin Passwort neu setzen (gilt auch für MySQL)
Falls das Kennwort in der Datenbank oder /etc/psa/.psa.shadow verändert wurde und Plesk keinen Login mehr zulässt, kann man mit diesem Befehl den Login wiederherstellen.
export PSA_PASSWORD=[neues_password]
/usr/local/psa/admin/bin/ch_admin_passwd

Perfekt kombiniert: world4you-vServer & Plesk

Besitzt du bereits deinen eigenen vServer von world4you oder überlegst du aktuell, deine Webdienste selbst auf einer leistungsstarken Hardware zu verwalten? Dann empfehlen wir dir die Kombination eines world4you-vServers und der Verwaltungssoftware Plesk. Mit dem Tool managst du mehrere Websites, E-Mail-Server oder deinen Cloud-Speicher so einfach wie nur möglich.

So geht’s: Entscheide dich für eines unserer drei vServer-Angebote und kombiniere deine gewünschte Plesk-Lizenz direkt beim Kaufprozess. Solltest du bereits zu unserer Kundschaft zählen, kannst du den Plesk-Bestellvorgang auch direkt in deinem world4you-Kundenbereich durchführen. Mit wenigen Klicks ist es möglich, von den genannten Vorteilen zu profitieren. In unserem FAQ-Portal zeigen wir dir übrigens auch, wie du bei der Installation von Plesk Schritt für Schritt vorgehen solltest. 

Auf unserer Website erfährst du mehr zum Konfigurationstool Plesk und unserem vServer. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der einfachen Verwaltung deiner Server!

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