Re­spon­si­ve Na­vi­ga­ti­on ist ein Herzstück der mobilen Op­ti­mie­rung. Wenn die mobile Me­nü­füh­rung deine Nutzer:innen nicht flüssig von A nach B bringt, verlassen sie deine Seite vorzeitig – Traffic und Umsatz gehen verloren. Moderne Konzepte wie Slidedown-Menüs oder eine Bottom Na­vi­ga­ti­on Bar schaffen hier Abhilfe.

Was zeichnet eine ex­zel­len­te re­spon­si­ve Na­vi­ga­ti­on aus?

Die Na­vi­ga­ti­on ist das Fundament deiner Website, damit deine Kund­schaft schnell zu den ge­wünsch­ten Infos findet. Die Steuerung muss glatt laufen, der Aufbau logisch und selbst­er­klä­rend sein und eine intuitive Bedienung er­mög­li­chen. Die größten Hürden bei re­spon­si­ver Na­vi­ga­ti­on sind der begrenzte Platz und die Touch-Steuerung auf Smart­phones. Es gibt jedoch smarte Lösungen, die für Ordnung und Nut­zer­freund­lich­keit sorgen. Das Prinzip hinter re­spon­si­vem Webdesign ist, dass sich Inhalt und Layout flexibel an die Bild­schirm­grö­ße des Endgeräts anpassen.

Idea­ler­wei­se ge­stal­test du deine Seiten nach dem „Mobile First“-Ansatz. Dieses Konzept stellt die Op­ti­mie­rung für Mo­bil­ge­rä­te in das Zentrum – Design, Usability und Speed der mobilen Version haben Vorrang, bevor die Anpassung für Desktop-Geräte erfolgt. Eine be­stehen­de Na­vi­ga­ti­on nach­träg­lich „mo­bil­taug­lich“ zu machen, ist meist mühsamer. Kläre daher vorab die Struktur und die ideale Plat­zie­rung deines Menüs.

Hinweis

Eine bar­rie­re­freie Website ist heute Standard. Achte bei der Na­vi­ga­ti­on auf Screen­rea­der-Taug­lich­keit und starke Kontraste, damit alle deine Seite bar­rie­re­frei nutzen können.

Wo wird die Na­vi­ga­ti­on po­si­tio­niert?

Gängige Orte für das Menü sind der Sei­ten­an­fang oder der Footer. Bei der Footer-Variante sehen User oben oft nur einen Link, der direkt zum Footer springt, wo alle Me­nü­punk­te auf­ge­lis­tet sind.

Na­vi­ga­tio­nen im Footer sind jedoch weniger kom­for­ta­bel: Deine Besucher:innen erwarten wichtige Elemente sofort griff­be­reit, weshalb diese Lösung seltener wird. Heute findet man die mobile Na­vi­ga­ti­on meist direkt am oberen Bild­schirm­rand. Diese klas­si­sche Plat­zie­rung ist gelernt und für die meisten Nutzer:innen intuitiv.

Wie ist das Menü struk­tu­riert?

Du hast ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, deine Na­vi­ga­ti­on auf­zu­bau­en. Die Favoriten sind Listen und Raster.

Die klas­si­sche Listen-Ansicht eignet sich perfekt für einfache sowie um­fang­rei­che, mehr­stu­fi­ge Menüs. Sie punktet durch einfache Umsetzung und ent­spricht den gewohnten Such­mus­tern der User.

Bild: Listen-Navigation im Digital Guide von IONOS
Im Digital Guide werden die Ka­te­go­rien über­sicht­lich un­ter­ein­an­der gelistet.

Eine Raster-Na­vi­ga­ti­on ist ideal bei kurzen Begriffen und im E-Commerce beliebt. Die Punkte stehen ne­ben­ein­an­der, wobei die Spal­ten­an­zahl vom Display abhängt. Nutze bei zwei­spal­ti­gen Layouts eine gerade Anzahl an Me­nü­punk­ten, damit das Design har­mo­nisch bleibt.

Bild: Raster-Navigation im Zalando-Shop
Zalando nutzt ein Raster für die Pro­dukt­ka­te­go­rien; Quelle: https://www.zalando.de/
Hinweis

In beiden Varianten kannst du Un­ter­punk­te einbauen, die sich bequem ein- und aus­klap­pen lassen.

Welche Konzepte für mobile Na­vi­ga­ti­on gibt es?

Die ent­schei­den­de Frage lautet: Wie öffnet sich dein Menü? Das gewählte Konzept bestimmt das Nut­zer­er­leb­nis. Die Optionen sind viel­fäl­tig: Das Menü ist entweder permanent sichtbar oder öffnet sich erst per Fin­ger­tipp, wobei es den Inhalt über­la­gert oder ver­schiebt. Hier sind die gän­gigs­ten Beispiele:

Hinweis

Egal für welches Konzept du dich ent­schei­dest: Das Hamburger-Icon (drei waag­rech­te Striche) ist der gelernte Standard für den Me­nü­auf­ruf auf Smart­phones und Tablets.

Dropdown-Menü

Das Dropdown-Menü ist der Klassiker. Es ähnelt der Desktop-Steuerung und ist Nutzer:innen daher bestens vertraut. Per Klick auf das Icon klappt das Menü nach unten auf und legt sich über den Inhalt, ohne die komplette Seite zu verdecken.

Bild: Dropdown-Navigation auf kinder-jugendbuch-verlage.de
Das Ver­zeich­nis nutzt ein Dropdown, das über der Seite erscheint; Quelle: https://kinder-ju­gend­buch-verlage.de/de

Slidedown-Na­vi­ga­ti­on

Die Slidedown-Variante, oft auch Akkordeon-Menü genannt, schiebt beim Öffnen den rest­li­chen Sei­ten­in­halt nach unten, statt ihn zu über­la­gern. Diese Lösung ist gut ska­lier­bar und spart Platz. Da sich Un­ter­me­nüs elegant in­te­grie­ren lassen, eignet sie sich her­vor­ra­gend für kom­ple­xe­re Struk­tu­ren.

Bild: Slidedown-Navigation von URBAN TOOL
Bei URBAN TOOL schiebt die Na­vi­ga­ti­on den Content nach unten; Quelle: https://www.urbantool.com/de/

Bottom Na­vi­ga­ti­on Bar

Dieses Modell rückt das Menü an den unteren Bild­schirm­rand und ist bei Apps sowie Webseiten extrem populär. Der Vorteil: Die Dau­men­reich­wei­te ist hier am besten. Es ist die ideale Wahl für Projekte mit wenigen Haupt­ka­te­go­rien und sorgt für einen schnellen Wechsel zwischen den wich­tigs­ten Bereichen.

Bild: Bottom Navigation Bar von Snapchat
Über die Leiste unten wechselst du bei Snapchat schnell zwischen Chat und Stories; Quelle: https://www.snapchat.com/de-DE

Off-Canvas-Na­vi­ga­ti­on

Hier „parkt“ das Menü außerhalb des sicht­ba­ren Bereichs. Erst beim Klick auf das Icon fährt die Na­vi­ga­ti­on von der Seite ins Bild und nimmt meist den gesamten Platz ein. Das ist besonders bei großen Na­vi­ga­ti­ons­struk­tu­ren mit vielen Ebenen eine saubere und auf­ge­räum­te Lösung.

Bild: Off-Canvas-Navigation von Uber
Bei Uber ersetzt das Menü beim Öffnen die komplette In­halts­an­sicht; Quelle: https://www.uber.com/de/de/
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