Mit dem Linux-Befehl wget nutzt du ein prak­ti­sches Tool, um Daten direkt aus dem Web zu beziehen. Das Programm bietet dir viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, deine Downloads effizient zu steuern.

Was steckt hinter dem Linux-wget-Befehl?

Wenn du unter Linux Inhalte aus dem Internet laden möchtest, ist wget dein Werkzeug der Wahl. Du startest deine Downloads damit un­kom­pli­ziert direkt über die Konsole. Das Tool ist ein Klassiker des GNU-Projekts (seit 1996) und bei gängigen Linux-Dis­tri­bu­tio­nen wie Debian oder Ubuntu meist schon mit an Bord. wget un­ter­stützt dabei die Pro­to­kol­le FTP, HTTP sowie HTTPS.

Falls wget auf deinem System noch fehlt, in­stal­lierst du es einfach mit diesem Befehl:

$ sudo apt-get install wget

Die Funk­ti­ons­wei­se von wget

Nutzt du den wget-Befehl, landet die ge­wünsch­te Datei stan­dard­mä­ßig direkt in deinem aktuellen Ver­zeich­nis. Ein großer Vorteil: Das Programm arbeitet nicht-in­ter­ak­tiv. Downloads laufen also auch dann weiter, wenn du dich vom System abmeldest. Zudem lassen sich un­ter­bro­che­ne Vorgänge mit den passenden Pa­ra­me­tern später einfach fort­set­zen.

So sieht die Syntax von wget aus

Sobald wget bereit ist, kannst du mit dem Download starten. Die grund­le­gen­de Struktur des Befehls ist simpel:

$ wget [Option] [URL]

Du kannst das Verhalten von wget durch ver­schie­de­ne Optionen anpassen. Um mehrere Dateien gleich­zei­tig zu beziehen, listest du die URLs einfach durch Leer­zei­chen getrennt auf.

Wichtige Optionen für den wget-Befehl

Hier findest du eine Auswahl hilf­rei­cher Parameter für Linux-wget:

  • -c oder –continue: Setzt einen ab­ge­bro­che­nen Download an der Stelle fort, an der er gestoppt wurde.
  • -N: Lädt die Datei nur dann erneut, wenn die Version im Netz aktueller ist als die lokale Kopie.
  • -t [Anzahl]: Bestimmt, wie viele Versuche wget un­ter­neh­men soll, um die Datei er­folg­reich zu laden.
  • -w [Zeit]: Definiert eine Pause in Sekunden zwischen mehreren auf­ein­an­der­fol­gen­den Downloads.

Prak­ti­sche Beispiele für wget

Anhand dieser Beispiele siehst du, wie du wget im Alltag einsetzt:

$ wget http://beispiel.de/ordner/datei

So startest du einen einfachen Da­tei­down­load.

$ wget -c http://beispiel.de/ordner/datei

Mit diesem Befehl führst du einen ge­stopp­ten Download weiter.

$ wget -t 5 http://beispiel.de/ordner/datei

Hier versucht wget insgesamt fünfmal, die Datei zu erreichen. Klappt es bis dahin nicht, wird der Vorgang beendet.

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