Der ps-Befehl für Linux liefert dir eine Übersicht über sämtliche aktiven Prozesse. Für eine präzise und de­tail­lier­te Auf­lis­tung bietet das Tool zahl­rei­che prak­ti­sche Optionen.

Was ist der Linux-ps-Befehl?

Wenn dein System langsamer wird oder Schwie­rig­kei­ten auftreten, ist der Linux-Befehl ps ein wichtiges Werkzeug. Er listet alle Prozesse auf, die zum Zeitpunkt der Abfrage auf deinem System aktiv sind. Die Abkürzung „ps“ steht für „Process Status“. Stan­dard­mä­ßig zeigt dir die Ausgabe neben dem Pro­zess­na­men auch die Prozess-ID (PID), die genutzte CPU-Zeit sowie das Terminal an. Das hilft dir dabei, den Status deines Systems schnell zu erfassen und Probleme zu lo­ka­li­sie­ren. Suchst du gezielt nach einem Prozess, ist der pgrep-Befehl ideal. ps ist auf sämt­li­chen Linux-Dis­tri­bu­tio­nen wie etwa Ubuntu verfügbar.

Wie funk­tio­niert der ps-Befehl?

Nutzt du den ps-Befehl ohne zu­sätz­li­che Parameter, siehst du nur die Prozesse, die direkt von deiner aktuellen Shell gestartet wurden. Andere Hin­ter­grund­pro­zes­se werden dabei ignoriert. Wie du diese ebenfalls einsehen kannst, erfährst du im nächsten Abschnitt. Die ta­bel­la­ri­sche Dar­stel­lung bietet dir einen klaren Überblick über die aktuelle Per­for­mance deiner An­wen­dun­gen.

Wie sieht die Syntax des ps-Befehls aus?

Der Aufbau des Linux-ps-Befehls ist simpel und folgt diesem Schema:

ps [Optionen]

Nach der Aus­füh­rung erhältst du eine Mo­ment­auf­nah­me aller aktiven Prozesse.

Welche Optionen bietet Linux-ps?

Der ps-Befehl un­ter­stützt un­ter­schied­li­che Formate für Optionen. UNIX-Optionen beginnen mit einem Bin­de­strich und lassen sich bündeln. BSD-Optionen werden ohne Bin­de­strich ge­schrie­ben, während GNU-Optionen zwei Bin­de­stri­che verlangen. Hier sind die wich­tigs­ten Parameter:

  • -A: Listet absolut alle Prozesse auf, die aktuell am System laufen.
  • -a: Zeigt alle Prozesse an, außer jene ohne Terminal-Bezug sowie Session-Leiter.
  • -C [Prozesse]: Filtert die Anzeige exakt nach den von dir genannten Pro­gram­men.
  • -d: Be­rück­sich­tigt alle Prozesse mit Ausnahme der Session-Leiter.
  • -e: Bewirkt dasselbe wie die Option -A.
  • -f: Liefert dir eine aus­führ­li­che Full-Format-Liste mit zu­sätz­li­chen Details.
  • r: Be­schränkt die Ausgabe auf tat­säch­lich laufende Prozesse.
  • T: Zeigt nur Prozesse an, die mit deinem aktuellen Terminal verknüpft sind.
  • x: Listet Prozesse auf, die deiner Identität als Nutzer:in zu­ge­ord­net sind.

An­wen­dungs­bei­spie­le für den ps-Befehl

Hier siehst du anhand prak­ti­scher Beispiele, wie du Linux-ps effizient einsetzt:

$ ps -A

Damit lässt du dir aus­nahms­los alle Prozesse anzeigen.

$ ps -ef

So erhältst du eine de­tail­lier­te Übersicht über sämtliche Sys­tem­vor­gän­ge.

$ ps -fC programm1, programm2, programm3

Mit dieser Kom­bi­na­ti­on suchst du gezielt nach be­stimm­ten Pro­gram­men, um diese genau zu ana­ly­sie­ren.

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