Passwort ändern: So nutzt du den Linux-passwd-Befehl
Mit dem Linux-Befehl passwd legst du für dich oder andere Personen Passwörter fest. Dank verschiedener Optionen nimmst du detaillierte Einstellungen vor und kannst bei Bedarf inaktive Konten deaktivieren.
Was ist Linux-passwd?
Der Linux-Befehl passwd ist ein wesentliches Werkzeug für die Sicherheit deines Systems. Dieses Kommando ermöglicht es dir, unter Linux Passwörter für Gruppen oder einzelne Nutzer:innen zu ändern. Auch Intervalle für Änderungen oder Sperren lassen sich mit passwd präzise steuern. So verhinderst du unbefugte Zugriffe und administrierst verschiedene Rollen effizient. Voraussetzung ist natürlich, dass du sichere Passwörter wählst.
passwd ist in allen verbreiteten Linux-Distributionen wie Debian oder Ubuntu bereits vorinstalliert.
Wie funktioniert der passwd-Befehl?
Die Anwendung von passwd ist denkbar einfach. Um dein eigenes Passwort zu aktualisieren, gibst du den Befehl direkt in die Konsole ein. Falls ein altes Passwort existiert, tippst du dieses zur Bestätigung ein und hinterlegst danach dein neues Passwort. Möchtest du die Zugangsdaten einer anderen Person ändern, benötigst du Root-Rechte. Mit diesen kannst du via Linux-sudo-Befehl fremde Logins verwalten. Beim nächsten Anmeldevorgang muss die betroffene Person dann das neue Passwort verwenden.
Wie sieht die Syntax von Linux-passwd aus?
Die grundlegende Syntax des passwd-Befehls lautet:
$ passwd [Optionen] [Nutzer]bashVerzichtest du auf die Parameter „[Optionen]“ und „[Nutzer]“, wird standardmäßig dein eigenes Passwort geändert.
Welche Optionen bietet der Linux-passwd-Befehl?
Dir stehen zahlreiche Optionen für passwd zur Verfügung. Hier sind die wichtigsten im Überblick:
- -a oder –all: Zeigt in Kombination mit -s Informationen zu sämtlichen Usern an.
- -d oder –delete: Deaktiviert ein bestehendes Passwort.
- -e oder –expire: Lässt ein Passwort sofort ablaufen. Beim nächsten Login muss zwingend ein neues Passwort vergeben werden.
- -i oder –inactive [Tage]: Legt fest, wann ein Konto gesperrt wird, falls ein User nach Ablauf des Passworts für die definierte Anzahl an Tagen inaktiv bleibt.
- -k oder –keep-tokens: Schränkt die Änderungsmöglichkeiten bei bereits abgelaufenen Passwörtern ein.
- -l oder –lock: Sperrt den Zugang für eine Nutzerin oder einen Nutzer.
- -n oder –mindays [Tage]: Bestimmt die Mindestanzahl an Tagen, die zwischen zwei Passwortänderungen liegen müssen.
- -S oder –status: Gibt die aktuellen Statuswerte für ein Nutzerkonto aus.
- -u oder –unlock: Hebt eine bestehende Sperre (-l) wieder auf.
- -w oder –warndays [Tage]: Sendet eine Warnung vor dem Passwortablauf. Der Parameter definiert die Vorlaufzeit in Tagen.
- -x oder –maxdays [Tage]: Legt die maximale Gültigkeitsdauer eines Passworts in Tagen fest.
Beispiele für den Linux-passwd-Befehl
Diese Praxisbeispiele verdeutlichen dir die Anwendung von Linux-passwd.
$ passwdbashDamit änderst du dein eigenes Passwort. Sofern du keine Admin-Rechte hast, musst du zuerst dein aktuelles Passwort bestätigen, bevor du den neuen Schlüssel zweimal eingibst.
$ sudo passwd PeterbashMit diesem Befehl setzt du ein neues Passwort für den User Peter fest.
$ sudo passwd -x 100 -n 5 -w 7 -i 10 PeterbashHier definierst du, dass Peter sein Passwort alle 100 Tage erneuern muss. Eine Änderung ist frühestens nach 5 Tagen wieder möglich. Eine Woche vor Ablauf erhält er eine Warnung. Erfolgt 10 Tage nach Ablauf keine Aktualisierung, wird das Konto automatisch deaktiviert.