TeraFLOPS (TFLOPS) geben an, wie viele Billionen ma­the­ma­ti­sche Kal­ku­la­tio­nen mit Fließ­kom­ma­zah­len ein System pro Sekunde bewältigt. Dieser Wert gilt als Grad­mes­ser für die Power von Pro­zes­so­ren, ins­be­son­de­re bei GPUs und Su­per­com­pu­tern. TFLOPS sind ent­schei­dend für re­chen­in­ten­si­ve Aufgaben wie künst­li­che In­tel­li­genz, komplexe Si­mu­la­tio­nen und ma­schi­nel­les Lernen.

Was sind FLOPS und wofür braucht man sie?

FLOPS steht für Floating Point Operations per Second. Es ist die Maß­ein­heit für die Per­for­mance eines Computers. Eine Floating-Point-Operation ist eine Rechnung mit Fließ­kom­ma­zah­len, die – anders als Ganz­zah­len – auch Nach­kom­ma­stel­len haben. Das ist überall dort wichtig, wo es auf maximale Präzision ankommt.

FLOPS kommen vor allem bei wis­sen­schaft­li­chen Analysen, künst­li­cher In­tel­li­genz, ma­schi­nel­lem Lernen und Grafik-An­wen­dun­gen zum Einsatz. Sie sind die Basis für me­di­zi­ni­sche Bild­ge­bung oder phy­si­ka­li­sche Modelle. Auch in der Fi­nanz­welt, etwa bei Markt­ana­ly­sen, sind FLOPS die treibende Kraft. Im Gaming-Bereich de­fi­nie­ren sie, was moderne Gra­fik­kar­ten leisten. Höhere FLOPS-Werte bedeuten für dich rea­lis­ti­sche­re Effekte und Grafiken in Top-Auflösung.

Gemessen werden FLOPS meist durch Benchmark-Tests. Bekannte Beispiele sind LINPACK für Su­per­com­pu­ter oder FP32/FP64-Bench­marks für GPUs. Dabei werden an­spruchs­vol­le ma­the­ma­ti­sche Aufgaben gelöst, um die reale Kapazität pro Sekunde zu ermitteln. Während Her­stel­ler oft theo­re­ti­sche Ma­xi­mal­wer­te angeben, hängt die tat­säch­li­che Leistung in der Praxis immer vom je­wei­li­gen Workload ab.

Wie viele FLOPS stecken in einem TeraFLOPS?

Ein TeraFLOPS ent­spricht exakt einer Billion (1 000 000 000 000 oder 1012) Re­chen­ope­ra­tio­nen pro Sekunde. Ein Prozessor mit 1 TFLOPS schafft es also, innerhalb einer Sekunde eine Billion Aufgaben mit Fließ­kom­ma­zah­len ab­zu­ar­bei­ten.

Zur Ver­an­schau­li­chung: Ein Rechner, der nur ein einziges FLOP pro Sekunde schafft, bräuchte über 31 000 Jahre für dieselbe Menge an Be­rech­nun­gen. TeraFLOPS sind also das Fundament, damit moderne Software in Echtzeit glatt läuft.

Welche FLOPS-Einheiten gibt es und wie rechnet man sie um?

Je nach Leis­tungs­klas­se nutzt man un­ter­schied­li­che Einheiten. Die Um­rech­nung in TFLOPS erfolgt über Zeh­ner­po­ten­zen:

Einheit FLOPS-Wert Um­rech­nung in TFLOPS
KiloFLOPS 103 FLOPS (1 000) 10-9 TFLOPS
MegaFLOPS 106 FLOPS (1 Million) 10-6 TFLOPS
GigaFLOPS 109 FLOPS (1 Milliarde) 10-3 TFLOPS
TeraFLOPS 1012 FLOPS (1 Billion) 1 TFLOP
PetaFLOPS 1015 FLOPS (1 Billiarde) 103 TFLOPS
ExaFLOPS 1018 FLOPS (1 Trillion) 106 TFLOPS

Aktuelle Su­per­com­pu­ter knacken bereits die PetaFLOPS- und ExaFLOPS-Marken, während starke Gra­fik­kar­ten meist im TeraFLOPS-Bereich liegen.

Welche Leistung bringen moderne Computer und GPUs?

Im High-Per­for­mance-Computing erreichen GPUs heute enorme Werte. Die NVIDIA H100, ein Kraft­pa­ket für KI-Re­chen­zen­tren, liefert bis zu 989 TeraFLOPS bei spe­zi­el­len FP32-Be­rech­nun­gen. Das macht sie zum Favoriten für neuronale Netzwerke.

Die NVIDIA A30 kommt auf etwa 10 TFLOPS und ist ideal für KI-Training. Im Vergleich dazu erreicht eine NVIDIA RTX 4090 für Gamer:innen über­tak­tet mehr als 100 TFLOPS – die Basis für Highend-Gaming.

An der Spitze stehen Su­per­com­pu­ter: Der „Frontier“ hat bereits die 1-ExaFLOPS-Hürde genommen und wird für globale For­schungs­pro­jek­te genutzt. Auch Systeme wie der ja­pa­ni­sche „Fugaku“ spielen in dieser obersten Liga der Re­chen­power mit.

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