Der intel gaudi 3 ist ein Kraft­pa­ket für KI-Workloads, das speziell für komplexe Aufgaben ent­wi­ckelt wurde. Gefertigt im 5-Nanometer-Verfahren, überzeugt er mit 64 Tensor-Kernen, ver­dop­pel­ter FP8-Leistung und der vier­fa­chen Re­chen­power im Vergleich zum Vorgänger. Damit ist der gaudi 3 die ideale Basis für In­fe­renz­auf­ga­ben und das Training großer KI-Modelle.

Was zeichnet die Per­for­mance des intel gaudi 3 aus?

Mit dem gaudi 3 definiert intel Leistung und En­er­gie­ef­fi­zi­enz neu. Der Be­schleu­ni­ger baut auf der Ar­chi­tek­tur des gaudi 2 auf, liefert aber massiv mehr Re­chen­kraft, eine höhere Spei­cher­band­brei­te und arbeitet deutlich sparsamer. Hier sind die wich­tigs­ten Fakten zum intel gaudi 3 im Überblick:

  • FP8-Re­chen­leis­tung: Der gaudi 3 erreicht starke 1,835 PFLOPS. Da der Vorgänger bei etwas über 0,8 PFLOPS lag, hat sich die Per­for­mance für FP8-Be­rech­nun­gen mehr als ver­dop­pelt.
  • BF16-Re­chen­leis­tung: Auch bei BF16-Ope­ra­tio­nen liefert er 1,835 PFLOPS – das ent­spricht einer Ver­vier­fa­chung gegenüber dem gaudi 2.
  • Netz­werk­band­brei­te: Die bi­di­rek­tio­na­le Band­brei­te wurde auf 1200 Gigabit pro Sekunde ver­dop­pelt, was den Da­ten­aus­tausch zwischen den Knoten in KI-Clustern massiv be­schleu­nigt.
  • HBM-Kapazität und -Band­brei­te: Mit 128 Gigabyte HBM-Speicher bietet der gaudi 3 50 % mehr Kapazität als die Vor­gän­ger­ge­ne­ra­ti­on. Die Band­brei­te von 3,7 Terabyte pro Sekunde markiert ein Plus von 33 %.
Hinweis

PFLOPS (Peta Floating Point Operations per Second) misst die Re­chen­ge­schwin­dig­keit von Su­per­com­pu­tern. Der von IBM gebaute „Ro­ad­run­ner“ knackte 2008 als erster Rechner die PFLOP-Marke.

Der intel gaudi 3 nutzt zwei Compute Dies mit insgesamt 64 Tensor-Kernen und 8 MMEs (Matrix Mul­ti­pli­ca­ti­on Engines) für hoch­ef­fi­zi­en­te Par­al­lel­ver­ar­bei­tung. Die 24 RDMA-NIC-Ports (je 200 Gbit/s) ga­ran­tie­ren eine rei­bungs­lo­se Kom­mu­ni­ka­ti­on über gängige Ethernet-Netzwerke.

Vorteile und Her­aus­for­de­run­gen des intel gaudi 3

Wer auf die gaudi-3-Ge­ne­ra­ti­on setzt, pro­fi­tiert von hand­fes­ten Vorteilen. Das sind die wich­tigs­ten Plus­punk­te:

  • Enorme Re­chen­power: Mit 1,835 PFLOPS (FP8/BF16) spielt der gaudi 3 in einer Liga mit der deutlich teureren NVIDIA H100. Laut intel über­trifft er das NVIDIA-Flagg­schiff in manchen Szenarien sogar leis­tungs­tech­nisch.
  • Top En­er­gie­ef­fi­zi­enz: Dank der 5-Nanometer-Fertigung (durch TSMC) bietet der Chip eine hohe Leis­tungs­dich­te. Das schont das Budget bei den Strom­kos­ten im Re­chen­zen­trum.
  • Smarte Ska­lier­bar­keit: Systeme mit dem intel gaudi 3 lassen sich flexibel erweitern – egal ob vertikal oder ho­ri­zon­tal. Das ist besonders bei komplexen Setups ein echter Benefit.
  • Offene Standards: Da intel auf Offenheit setzt, lässt sich der gaudi 3 un­kom­pli­ziert in be­stehen­de In­fra­struk­tu­ren in­te­grie­ren. Das macht dich bei der Wahl deiner KI-Plattform deutlich un­ab­hän­gi­ger.

Es gibt jedoch auch Punkte, die man im Blick behalten sollte. Trotz der ex­zel­len­ten Werte bieten High-End-Chips von NVIDIA oft noch ein Quäntchen mehr Roh­l­eis­tung. Da viele Un­ter­neh­men im KI-Sektor primär nach der absoluten Spitze greifen, ist das NVIDIA-Ökosystem breiter auf­ge­stellt und wird von Ent­wick­lungs-Teams oft bevorzugt behandelt. Der intel gaudi 3 ist daher (noch) weniger ver­brei­tet.

Ein­satz­ge­bie­te: Wo glänzt der intel gaudi 3?

Der intel gaudi 3 ist ein Spe­zia­list für re­chen­in­ten­si­ve KI-An­wen­dun­gen. Er punktet überall dort, wo Par­al­lel­ver­ar­bei­tung und hohe Spei­cher­band­brei­te gefragt sind – allen voran bei In­fe­renz­auf­ga­ben. Klas­si­sche Beispiele sind die Tex­terstel­lung via Large Language Models (LLMs), Bild­ge­ne­rie­rung oder Speech Synthesis. Dank op­ti­mier­ter FP8-Ar­chi­tek­tur läuft ge­ne­ra­ti­ve KI hier besonders effizient. Weitere Ein­satz­fel­der sind:

  • Training großer KI-Modelle: Ob neuronale Netze für Machine Learning oder Trans­for­mer-Modelle wie GPT und LLaMA – der gaudi 3 ver­ar­bei­tet riesige Da­ten­men­gen souverän von Grund auf.
  • Computer Vision: Die hohe Re­chen­power erlaubt die Analyse komplexer Bilddaten in Echtzeit, ideal für die au­to­ma­ti­sier­te Industrie oder Si­cher­heits­lö­sun­gen.
  • KI-Cluster im Re­chen­zen­trum: Als Herzstück von GPU-Servern liefert der gaudi 3 die nötige Power für pro­fes­sio­nel­les Training und Inferenz im großen Stil.

Welche Al­ter­na­ti­ven gibt es zum intel gaudi 3?

Auf dem Markt finden sich starke Ge­gen­spie­ler. Die pro­mi­nen­tes­te Al­ter­na­ti­ve ist die NVIDIA H100, die als High-End-Lösung für Data Science gilt. Während intel bei Inferenz glänzt, bietet NVIDIA oft die breitere Un­ter­stüt­zung. Eine weitere Option ist die NVIDIA A30, die ein at­trak­ti­ves Ver­hält­nis von Leistung und An­schaf­fungs­kos­ten bietet.

Hinweis

In unserem Guide „Server GPUs im Vergleich“ zeigen wir dir die besten Gra­fik­pro­zes­so­ren für dein Re­chen­zen­trum und per­for­man­te Server-Setups.

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