Um MariaDB unter Ubuntu 22.04 zu in­stal­lie­ren, sind diese Schritte nötig:

  1. Sys­tem­up­date durch­füh­ren
  2. In­stal­la­ti­on starten
  3. Si­cher­heits­skript kon­fi­gu­rie­ren
  4. Optional: Admin mit Pass­wort­schutz anlegen
  5. MariaDB-Funktion testen

Wie du die einzelnen Schritte meisterst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

MariaDB als flexibler Ersatz für MySQL

Das re­la­tio­na­le Datenbank-Ma­nage­ment­sys­tem MariaDB wurde 2009 als Fork von MySQL ver­öf­fent­licht und ist heute eine leis­tungs­star­ke Al­ter­na­ti­ve. Auch im Vergleich mit MySQL punktet die Open-Source-Lösung durch Fle­xi­bi­li­tät und eine solide Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur. Als Drop-in-Re­pla­ce­ment für MySQL lässt sich MariaDB nahtlos in den LAMP-Stack (Linux, Apache, MySQL und PHP, Python oder Perl) in­te­grie­ren. In den Re­po­si­to­ries von Ubuntu ist die Software mitt­ler­wei­le Standard. Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du MariaDB unter Ubuntu 22.04 in­stal­lierst.

Tipp

Nutzt du eine ältere Version der Linux-Dis­tri­bu­ti­on? In unserem Guide findest du auch die Anleitung zur In­stal­la­ti­on von MariaDB unter Ubuntu 20.04.

Not­wen­di­ge Vor­aus­set­zun­gen

Damit die In­stal­la­ti­on glatt läuft, sollten ein paar Punkte erfüllt sein: Du benötigst einen Server mit Ubuntu 22.04, auf dem bereits ein Non-Root-Ad­mi­nis­tra­tor ein­ge­rich­tet ist. Zudem ist es ratsam, vorab eine passende Firewall zu kon­fi­gu­rie­ren.

Pa­ke­t­in­dex auf den neuesten Stand bringen

Bevor du mit der ei­gent­li­chen In­stal­la­ti­on startest, solltest du dein System ak­tua­li­sie­ren. Mit den apt-Befehlen bringst du den Pa­ke­t­in­dex sowie alle An­wen­dun­gen und Ab­hän­gig­kei­ten am neuesten Stand. Das sorgt für mehr Si­cher­heit und vermeidet bekannte Bugs. Nutze dafür folgende Commands:

sudo apt update
sudo apt upgrade
bash

MariaDB unter Ubuntu 22.04 in­stal­lie­ren

Um die In­stal­la­ti­on zu starten, nutzt du den folgenden Befehl. Da MariaDB direkt in den Ubuntu-Quellen enthalten ist, sind keine weiteren Vor­be­rei­tun­gen nötig.

sudo apt install mariadb-server
bash

Si­cher­heits­skript kon­fi­gu­rie­ren

Die Basis-In­stal­la­ti­on steht. Aktuell nutzt MariaDB jedoch Stan­dard­ein­stel­lun­gen, was bedeutet, dass noch kein Passwort als Schutz hin­ter­legt ist. world4you empfiehlt daher das in­te­grier­te Si­cher­heits­skript, um wichtige An­pas­sun­gen vor­zu­neh­men. Starte es mit diesem Befehl:

sudo mariadb_secure_installation
bash

Das Skript fragt dich zuerst nach dem Root-Passwort der Datenbank. Da noch keines existiert, bestätige einfach mit [Enter], um fort­zu­fah­ren.

Danach wirst du gefragt, ob du ein Root-Passwort festlegen willst. Unter Ubuntu ist dieses Passwort oft mit War­tungs­auf­ga­ben verknüpft, weshalb du die Login-Optionen hier besser nicht änderst. Bestätige mit [N] und [Enter]. Wie du statt­des­sen einen sicheren Admin-Account anlegst, erfährst du im nächsten Schritt.

Gehe das Skript weiter durch und bestätige die rest­li­chen Abfragen mit [Y] und [Enter]. Dabei werden anonyme User gelöscht, Test­da­ten­ban­ken entfernt und remote Root-Zugriffe ein­ge­schränkt. Zum Schluss be­stä­tigst du, dass alle Än­de­run­gen sofort aktiv werden sollen.

Pass­wort­ge­schütz­ten Admin-User anlegen

Einen zu­sätz­li­chen Admin-User mit Passwort zu erstellen, erhöht deine Si­cher­heit. Stan­dard­mä­ßig nutzt der Root-Login bei MariaDB das unix_socket-Plugin ohne Passwort. Das ist zwar kom­for­ta­bel, kann aber bei externen Pro­gram­men zu Problemen führen. Ein gleich­be­rech­tig­ter Admin-Account mit Passwort schafft hier Abhilfe. Öffne dazu die MariaDB-Konsole:

sudo mariadb
bash

Erstelle nun einen neuen User mit Admin-Rechten und Pass­wort­schutz. Ersetze dabei die Platz­hal­ter „nut­zer­na­me“ und „passwort“ durch deine eigenen Daten.

GRANT ALL ON *.* TO 'nutzername'@'localhost' IDENTIFIED BY 'passwort' WITH GRANT OPTION;
bash

Verwende FLUSH PRIVILEGES, damit die Rechte sofort über­nom­men werden.

FLUSH PRIVILEGES;
bash

Danach kannst du die MariaDB-Shell wieder verlassen.

exit
bash

MariaDB-Status prüfen

Nachdem du alles ein­ge­rich­tet hast, solltest du kurz testen, ob der Server ord­nungs­ge­mäß läuft. Den Status rufst du so ab:

sudo systemctl status mariadb
bash

Sollte der Dienst nicht au­to­ma­tisch gestartet sein, hilft dir dieser Befehl weiter:

sudo systemctl start mariadb
bash
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