Das Content-Ma­nage­ment-System WordPress bietet neben Standard-Bild­grö­ßen die Mög­lich­keit, in­di­vi­du­el­le Bild­for­ma­te ein­zu­set­zen. Wir zeigen dir die wich­tigs­ten Schritte für an­ge­pass­te Bild­grö­ßen, basierend auf WordPress 6.0.3.

Die Standard-Bild­grö­ßen in WordPress

Die Da­tei­grö­ße von Bildern auf deiner Webseite be­ein­flusst die La­de­ge­schwin­dig­keit massiv. Optimale Formate verkürzen die Ladezeit und sparen Spei­cher­platz auf dem Server. WordPress generiert beim Medien-Upload au­to­ma­tisch ein Set an Stan­dard­grö­ßen.

WordPress-Standard-Bild­grö­ßen Maße (B x H) in Pixeln Sei­ten­ver­hält­nis
Vor­schau­bil­der 150 x 150 kann de­ak­ti­viert werden
Mit­tel­groß 300 x 300 bleibt erhalten
Groß 1024 x 1024 bleibt erhalten
Ori­gi­nal­bild wie hoch­ge­la­den bleibt erhalten
Tipp

Mach deinen Namen zur Marke! Am besten gleich die passende Domain re­gis­trie­ren.

WordPress-Bilder im Backend speichern und Größen anpassen

Diese Formate sind in den WordPress-Ein­stel­lun­gen definiert und lassen sich dort in gewissen Grenzen ändern. Rufe dazu im Backend einfach „Ein­stel­lun­gen“ > „Medien“ auf.

Bild: Einstellung der Bildgrößen im WordPress-Dashboard
Im Dashboard von WordPress kannst du die vor­ein­ge­stell­ten Standard-Bild­grö­ßen in­di­vi­du­ell anpassen

Nach dem Upload findest du zu­sätz­li­che Dateien in deiner Mediathek. Das Ver­zeich­nis dafür lautet https://meinedomain.de/wp-content/uploads/ oder https://meinedomain.de/wp-content/uploads/2022/11/ (sofern die monats- und jah­res­ba­sier­te Sor­tie­rung aktiv ist). Ein Bild wird bei­spiels­wei­se in diesen Varianten abgelegt:

  • mus­ter­bild-1024x683.jpg
  • mus­ter­bild-150x150.jpg
  • mus­ter­bild-1536x1024.jpg
  • mus­ter­bild-2048x1365.jpg
  • mus­ter­bild-300x200.jpg
  • mus­ter­bild-620x413.jpg
  • mus­ter­bild-scaled.jpg (2 560 x 1 707 px)
  • mus­ter­bild.jpg (das Original)

So stehen für die meisten Seiten oder Beiträge direkt optimale Größen bereit. Bilder für den Upload sollten an der langen Kante maximal 1 920 Pixel groß sein. Du kannst sie vorab mit kos­ten­lo­sen Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­men ver­klei­nern. Achte auch auf gängige Bild­for­ma­te, um Probleme zu vermeiden. Das gilt etwa für das WebP-Format, das noch nicht von jedem Browser nativ un­ter­stützt wird.

Tipp

Mit WordPress Hosting kom­bi­nierst du das beliebte CMS mit sicherem Hosting aus Ös­ter­reich.

Für WordPress-Themes haben sich folgende emp­foh­le­ne Bild­grö­ßen etabliert:

WordPress-Bild­grö­ßen Maße (B x H) in Pixeln
Logos 200 x 100
Vor­schau­bil­der 150 x 150
Hin­ter­grund­bil­der 1 920 x 1 080
Bei­trags­bil­der im Hoch­for­mat 900 x 1 200
Bei­trags­bil­der im Quer­for­mat 1 200 x 900
Header-Bilder (Banner) 1 048 x 250
Slider-Bilder (Theme-abhängig) bis 1 920 x ca. 600
Bild: Häufige Bildgrößen in WordPress
Häufig ver­wen­de­te Bild­grö­ßen für WordPress-Webseiten im Überblick. Quelle der Fotos: ESB Pro­fes­sio­nal/shut­ter­stock.com

Die er­for­der­li­chen Maße hängen stark von den Kom­po­nen­ten deines WordPress-Themes ab. Details dazu findest du meist in der Do­ku­men­ta­ti­on deines Themes.

Bild­grö­ßen anpassen in der WordPress-Mediathek

In der Mediathek kannst du Bilder direkt be­ar­bei­ten: Neben der Ska­lie­rung sind auch Zu­schnei­den, Drehen und Spiegeln möglich. Um etwa ein Slider­fo­to aus einem größeren Bild zu erstellen, gehe wie folgt vor:

Schritt 1: Bild in der Mediathek wählen und „Bild be­ar­bei­ten“ klicken

Bild: Bildbearbeitung in der WordPress-Mediathek
Wähle ein Bild aus der Mediathek zur in­di­vi­du­el­len Anpassung aus. Quelle des Fotos: ESB Pro­fes­sio­nal/shut­ter­stock.com

Schritt 2: Methode und Größe festlegen

Bild: Festlegen der neuen Bildgröße in der WordPress-Mediathek
Bringe das Bild mit der Funktion „Zu­schnei­den“ auf das ge­wünsch­te Format.

Wichtig: Der Button „Zu­schnei­den“ muss zweimal geklickt werden – zuerst zum Ak­ti­vie­ren der Funktion und nach dem Ein­stel­len der Maße erneut zum Ausführen.

Tipp

Si­cher­heit geht vor! Mit einer zu­ver­läs­si­gen Cloud-Lösung spei­cherst du deine Daten DSGVO-konform und jederzeit ab­ruf­be­reit.

Schritt 3: Bild in der Mediathek speichern

Bild: Bild in veränderter Bildgröße in der WordPress-Mediathek sichern
Durch „Speichern“ wird die an­ge­pass­te Version in der Mediathek abgelegt.

Nach dem Sichern findest du im Upload-Ordner die neue Datei

  • mus­ter­bild-scaled-e1667121439976.jpg

in fünf weiteren Formaten mit der ID …-e1667121439976. Diese neuen Größen kannst du im Gutenberg-Editor beim Einfügen oder Ersetzen einfach auswählen.

Bildgröße beim Einfügen in den Content anpassen

Bilder aus der Mediathek lassen sich beim Einbau in den Content flexibel skalieren. Der Gutenberg-Editor bietet hier we­sent­lich mehr Freiraum als der alte TinyMCE-Editor.

Bild: Optimale Bildgrößen in WordPress-Beitrag/-Seite definieren
Mit den Block-Ein­stel­lun­gen und der Werk­zeug­leis­te passt du Bilder beim Einfügen in­di­vi­du­ell an. Ein Alt-Text sorgt dabei für Bar­rie­re­frei­heit. Quelle: ESB Pro­fes­sio­nal/shut­ter­stock.com

Möchtest du deine Ein­stel­lun­gen für später sichern? Nutze die Funktion „Zu wie­der­ver­wend­ba­ren Blöcken hin­zu­fü­gen“. Das spart Zeit, wenn du re­gel­mä­ßig neuen Content ver­öf­fent­lichst.

Für spezielle Projekte, wie eine Fo­to­gra­fen-Website, sind oft noch präzisere Formate nötig. Unser Ratgeber „Bilder kom­pri­mie­ren“ hilft dir dabei, deine Dateien optimal vor­zu­be­rei­ten, etwa für Gallery-Plugins.

WordPress-Stan­dard­grö­ßen für Bilder de­ak­ti­vie­ren

Willst du die au­to­ma­ti­sche Ge­ne­rie­rung stoppen, ist das Plugin „Disable Media Sizes“ der ein­fachs­te Weg. In den Ein­stel­lun­gen siehst du alle erzeugten Bild­for­ma­te auf einen Blick.

Bild: Optimale Bildgrößen in WordPress mithilfe eines Plugins unterdrücken
Das Plugin „Disable Media Sizes“ ver­hin­dert die Erzeugung un­er­wünsch­ter Stan­dard­for­ma­te.

Mit den passenden Häkchen werden die gewählten Formate nicht mehr erstellt. Das Ori­gi­nal­bild bleibt immer erhalten – so kannst du später jederzeit wieder andere Formate ge­ne­rie­ren.

Hinweis

Profis können Bild­for­ma­te auch direkt über die Dateien functions.php und index.php steuern. Das erfordert jedoch Pro­gram­mier­kennt­nis­se. Einen Einstieg bietet unser PHP-Tutorial.

Bilder mit Plugins weiter op­ti­mie­ren

Meistens nutzt du JPG oder PNG. Deren Da­tei­grö­ße lässt sich schon beim Export aus Photoshop mi­ni­mie­ren. Da dies bei vielen Bildern mühsam ist, sind Plugins die ele­gan­te­re Wahl. Sie bieten oft viele Zu­satz­funk­tio­nen, die deine Arbeit er­leich­tern.

Beliebte Plugins zur Bild­op­ti­mie­rung sind unter anderem:

  • EWWW Image Optimizer: Für JPG, PNG, GIF, PDF, WebP und SVG
  • TinyPNG: Für JPG, PNG und WebP
  • Imagify: Für JPG, PNG, PDF, GIF und WebP
  • Re­ge­ne­ra­te Th­umb­nails: Zum nach­träg­li­chen Neu­erstel­len von Vor­schau­bil­dern
  • Image Re­ge­ne­ra­te & Select Crop: Für präzises Zu­schnei­den

Bevor du neue Plugins testest: Erstelle ein WordPress-Backup, damit deine Daten sicher sind.

Fazit: WordPress-Bild­grö­ßen op­ti­mie­ren

WordPress bietet dir bereits ab Werk gute Werkzeuge für die Bild­op­ti­mie­rung. Für mehr Kontrolle greifst du zu Plugins. Manuelle Code-An­pas­sun­gen sind eher etwas für Profis. Und vergiss nicht: Eine gute Op­ti­mie­rung zahlt auch auf dein Bilder-SEO ein.

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